Normalerweise lasse ich mich nicht leicht davon beeinflussen, wenn ein Buch von allen Seiten gelobt wird. „Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs ging durch diverse Onlineportale und Literaturblogs, man schrieb über das schöne Cover, die Fotos und die spannenden Story, es war, so mein Eindruck etwas Besonderes. Meiner Meinung nach ist das Cover mit dem schwarz – grün Kontrast nicht unbedingt schön, jedoch sehr auffällig und es machte mich neugierig, schön dagegen sind die alten Fotos der „besonderen“ Kinder, die im Buch zu finden sind.

Vielleicht war es das Wort „besonders“ im Titel, was mich irrationaler Weise verführte, auf jeden Fall waren es die Fotos, deren Geheimnisse ich zu entdecken hoffte und ein wenig war es das düstere Cover, welches ein schauriges Lesevergnügen versprach. Ich wollte das Buch lesen, gleich und nicht, wie sonst, nachdem sich das emotionale Gruppenkuscheln gelegt hat, nachdem kritische Rezensionen die rosarote Brille zurecht gerückt hätten.

Deshalb gibt es das Fazit gleich zuerst: Ich bin enttäuscht.
Ich fürchte, ich hatte zu hohe Erwartungen, die nicht erfüllt wurden und ich fürchte, dass die Ernüchterung meine Buchbesprechung überschattet. Das lässt sich nicht vermeiden, ich bin chaotisch kreativ. Meine Meinung ist subjektiv. Aber ich hab euch wenigstens gewarnt.
🙂

Wie der Klappentext und auch die Leseprobe versprachen, beginnt das Buch mystisch und sehr spannend. Jacob erzählt von seinem Großvater Abraham, von dessen Märchen über fantastische Reisen, die Insel mit den besonderen Kindern und über Monster. Während Jacob älter wird und sein Großvater seniler, verliert Jacob den Glauben an die Geschichten, die ihn in seiner Jugend so begeistert hatten. Doch als Abraham ermordet wird, sieht Jacob sie mit eigenen Augen. Die Monster!
Und er muss versprechen die Insel zu finden. Die Insel von der er glaubt, dass sie nur in der Fantasie seines Großvaters existiert.

In den Monaten nach dem Tod seines Großvaters versinkt Jakob in Depressionen, denn er erfährt am eigenen Leib, dass niemand ihm Glauben schenkt. Und auch seine Suche nach der Insel der besonderen Kinder erscheint ausweglos, bis er einen alten Brief findet, dessen Absender die Schulleiterin Miss Peregrine ist, Cairnholm Island, Cymru UK.

Auf der Insel findet er ein Waisenhaus. Es ist verlassen, zerbombt und völlig zerfallen. Doch was als Ende einer Suche erscheint, entwickelt sich zu dem Anfang eines gefährlichen Abenteuers.

Für Jacob und die besonderen Kinder ist es tatsächlich ein gefährliches Abenteuer, denn auch die Monster sind auf der Insel, aber obwohl ich die Handlung bis zu dieser Stelle durchaus interessant fand, wird es nun langatmig und teilweise für mich auch unlogisch. Vielleicht wollte ich einfach mehr über die Kinder und ihre fantastischen Begabungen erfahren, doch es bleibt vor allem die Geschichte von Jacob und die der Monster. Besonders die Idee um die Mörder von Jacobs Großvater hat mich nicht überzeugt und das Element Zeitreisen war dann doch einfach zu viel.

Ransom Riggs schafft es nicht bei mir mit seinen Worten Atmosphäre zu schaffen. Mir fehlt das Zauberhafte, die Magie der Worte, das Besondere.

Bei der Aufmachung des Buches hat man sich jedoch sehr viel Mühe gegeben. Innen ist das Buch einer alten Tapete nachempfunden. Auch die Seiten, welche die Kapitel voneinander trennen, haben diesen schönen alten Druck. Und dann sind da natürlich noch die Fotos, 43 kleine Kostbarkeiten im Buch verteilt. Es macht wirklich Spaß im Buch herum zu blättern. Eine Geschichte auf die ausgefallene Fotos aufzubauen, war eine wunderbare Idee und diese Geschichte hätte ich gern gelesen.

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“Ein guter Roman verrät uns die Wahrheit über den Romanhelden. Ein schlechter Roman verrät uns die Wahrheit über den Romanautor.”
Chesterton

Ich wurde gewarnt. In seinem Buch würden, laut Autor, keine “verlangende Blicke über die muskulösen, sonnengebräunten Körper von geheimnisvollen Fremden gleiten“.

Sehr gut, ich beschwere mich ja sonst immer über dieses manchmal schon mehr als erotische Geschwafel, dass sich in einem Teilbereich des Genre der Fantasy immer mehr zu verbreiten scheint. Doch er hatte mit der Beschreibung, Hapu würde keine sonderlich romantische Ader besitzen, mehr als nur untertrieben.

Die Hauptfigur des Erstlings von Michael Zandt ist zynisch, unangepasst und neigt zu Gewaltausbrüchen. Auch wenn ich Zynismus lieber zusammen mit ein wenig Humor genieße, das macht es weniger staubig, amüsierte mich Hapus Sturkopf und die erfrischende Gleichgültigkeit gegenüber der Meinung anderer. Leider gleitet diese Gleichgültigkeit im Verlauf der Geschichte hin und wieder in eine Bitterkeit ab, die mir schwer im Magen lag.
Aber es ist auch nicht leicht, als Asartu in der Welt der Menschen.

Was eine Asartu ist?

Während die Menschen nach Gottes Ebenbild geschaffen wurden, so erschuf Luzifer die Asartu nach dem seinem. Sie sollten die Menschen und das Universum in seinem Namen erobern, doch dies scheiterte, „nicht zuletzt daran, dass die Menschen es in Sachen Heimtücke und Grausamkeit ohne weiteres mit ihren teuflischen Feinden aufnehmen konnte.“ (S.269 Anhang „Hapu“)

Menschen und Asartu teilen sich also die Welt und leben weitestgehend friedlich nebeneinander her. Hapu versucht ihr wildes Ich in der angepassten Gesellschaft der deutschen Asartu unter Kontrolle zu bringen, das Leben irgendwie zu meistern. Das gelingt nicht besonders gut. Als das Oberhaupt der deutschen Asartu-Gemeinschaft stirbt, beginnt eine Reise, welche die junge Frau sowohl in ihre eigenen düsteren Abgründe bringt, als auch in die Strudel politischer und höllischer Ambitionen.

Was für eine spannende Idee, auf die Herr Zandt da gekommen ist. Der besondere Kitzel entsteht, wenn man liest, wie sich seine Welt in die unsrige mischt, zB. wenn Hapu von ihren Lieblingsrouten zum Motoradfahren in den Serpentinen der schwäbischen Alp schwärmt oder sich ihr Weiberfanclub auf das nächste Spiel ihres Fußballvereins vorbereite.

Für seine neue Rasse und die dazugehörige Religion nutzt Zandt eine interessante Mischung verschiedener Aspekte anderer Religionen, zB. den ägyptischen Mystizismus und ein bisschen aus Judentum und Islam. Der praktizierte Satanismus wirkt wie ein Spiegelbild unseres Christentum, das sowohl wahren Glauben als auch Fanatismus birgt.

Die Idee hat mich also begeistert, aber leider funktionierte das Buch im Ganzen trotzdem nicht für mich. Man merkt dem Buch die Hingabe des Autors für Hapus Welt an, es ist wirklich Zandts Stärke, wie er mit großen und kleinen Episoden die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasy verwischt. Aber das genau ist auch die Schwäche. Mir fehlte ein konsequenter Spannungsbogen und eine homogene Erzählstruktur. Mir kommt es so vor, als wollte der Autor mir unbedingt die vielen tollen Einfälle erzählen, die ihm selbst gefallen haben. Dabei schwingt die Spannung auf und ab. Teilweise wird ein großer Teil der Handlung von Hapu zusammenfassend erzählt, zum Teil verliert er sich in der Beschreibung von einzelnen Momenten. Immer wenn ich dachte, dass wir jetzt die Einführungsphase hinter uns haben und es gerade spannend wird, lese ich wieder nur eine zusammenfassende Beschreibung folgender Ereignisse und dann eine weitere clevere Episode der verknüpften Welten, zB das Militärwesen oder die Bürokratie vom Kemet, der Heitmatinsel der Asartu.

Es ist kein schlechtes Buch, doch ich glaube, es wäre gut für die Geschichte gewesen, wenn Michael Zandt sich etwas zurück genommen hätte und es mehr um Hapus Sichtweise und Entwicklung gegangen wäre.

Michael Zandt

Michael Zandt

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Candela Verlag

Nachdem Cassandra im ersten Teil mehrfach um ihr Leben rennen und kämpfen musste, erfährt sie nun auch warum. Die Kraft der Pythia hatte entschieden, ausgerechnet sie als Erbe anzuerkennen und nun scheint es, als versuchte jeder, der etwas in der magischen Gemeinschaft etwas zu sagen hat, Kontrolle über ihr Leben zu erhalten, um sie zu manipulieren oder, wenn das nicht möglich, sie eben aus dem Weg zu räumen.

Auch im zweiten Teil hat Cassandra nicht weniger zu tun. Rasant versucht sie ihre Rivalin (um den Titel Pythia) Myra zu finden, die immer wieder die Vergangenheit manipuliert, um schlussendlich etwas zu bewirken, dass sie selbst an die Macht bringt. Sowohl der Senat (eine Gruppierung der Vampire), als auch der silberne Zirkel (Vereinigung der Magiebegabten) sind hinter ihr her, da sie versucht hat, sich ihrer Kontrolle zu entziehen. Auch Pritkin, ein Magier der schon im ersten Teil für viel Spaß sorgte und für Cassandra so erfreulich ist wie ein Pickel am A…. llerwertesten, versucht sie für seine eigenen Motive zu benutzen.

Immer noch hadert Cassandra mit ihrem Erbe, bald muss sie sich entscheiden, denn wieder einmal hat sie die Wahl zwischen Tod und Teufel. Als wäre das alles nicht genug, erfährt sie, dass Mircea, ein Vampir, der ihr im ersten Teil sehr nahe gekommen ist, ein Geish, einen Bann über sie gelegt hat, der sie schützen sollte und sie an ihn bindet. Doch etwas geht schief zwischen den Zeiten und der Bann bringt beide fast um den Verstand. Den Rest des Beitrags lesen »

„Touch the Dark“ ist das erste Buch einer Fantasy – Reihe mit Vampiren, Magiern, Göttern, mytischen Wesen, Feen… hab ich was vergessen? Womöglich, denn Karen Chance eröffnet in diesem Buch ein Feuerwerk fantastischer Elemente, die für den ein oder anderen vielleicht zu viel und zu schnell sein mögen, mich aber, wie man so schön sagt, im Sturm erobert hat.

Ich halte den deutschen Titel  „Untot mit Biss“ für unglücklich gewählt, wohl um ein wenig am Erfolg der „Biss-Reihe“ teilzuhaben. Doch dies hat das Buch gar nicht nötig.

Cassandra Palmer, benannt nach der griechischen Seherin Cassandra, ist eine begabte, aber ungeübte Hellseherin.
Antonio, ein Vampir, der sie nach dem Unfall ihrer Eltern aufnimmt und erzieht, achtet sehr darauf, dass ihre Fähigkeiten ihm zwar helfen, jedoch nicht stark genug werden, um ihm gefährlich zu werden. Umgeben von Grausamkeit und Gewalt, von furchtbaren Visionen heimgesucht, wird aus dem Mädchen Cassandra die starke und eigenwillige Frau Cassie. Zwar kann sie nicht verhindern, dass ihre Visionen dem verhassten Ziehvater seine Mafia-Geschäfte erleichtern oder gar ermöglichen, jedoch schafft sie es, ihre zweite Fähigkeit vor ihm zu verstecken. Cassie ist in der Lage Geister zu sehen und mit ihnen zu sprechen. Diese meist eher nervende Gabe hilft ihr jedoch bei der Flucht, als sie erfährt, dass Antonio etwas mit dem Tod ihrer Eltern zu tun hat. Aus dem Untergrund heraus versucht sie den Vampir auf Grund seiner Mafia-Geschäfte hinter Schloss und Riegel zu bringen, doch leider kommen sie und die Polizei zu spät. Antonio und alle Spuren sind verschwunden. Sie hat es nicht geschafft ihm Einhalt zu gebieten und doch konnte sie ihn genug schwächen, um sich seiner ewigen Rache sicher zu sein. Nicht nur, dass sie, sein wichtigster Besitz, verschwunden ist, nein sie hatte es auch gewagt, sich gegen ihn zu erheben. Den Rest des Beitrags lesen »

Nathan Lynch ist der Inbegriff des Archäologieprofessor nach Tradition eines Indianer Jones. Vom meckernden Vorgesetzten, der die Eskapaden des von den Studenten geliebten Angestellten mit wenig Gelassenheit sieht, bis hin zum Hut, entspricht er dem Vorbild des abenteuerlustigen Archäologen. Doch anstatt einer Peitsche hält Lynch Hammer und Pflock in den Händen und macht Jagd auf auf Vampire.

Der Grabschänder - Carol Grayson

Der Grabschänder - Carol Grayson

In Carol Graysons Welt mischt sich die Realität des Vampirhypes mit alten biblischen Geschichten zu einem Abenteuerroman im Vampirgenre. Mit ihrem lockerem Erzählstil fiel es mir ganz leicht mich in die Geschichte fallen zu lassen. Auch wenn es scheint, dass man dem Klischee des übernatürlich schönen Anblick eines Vampirs wohl nicht entgehen kann, findet die Autorin ein neuen, wie ich finde spannenden, Ansatz für die Entstehung der Vampire.

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Dieter / pixelio.de

„Here,
kitty, kitty,
kitty.“

  

   Die Kate Daniels Reihe von Ilona Andrews

Wahrscheinlich nicht die cleverste Art den riesigen Löwen anzusprechen, der sich gerade im Dunkeln an Kate heran schleicht. Besonders nicht, da der Herr der Gestaltwandler es gewöhnt ist mit „Majestät“ angesprochen zu werden.

Ich habe gerade „Magic Slays“ von Ilona Andrews vorbestellt. Das Buch kommt im Mai heraus, passend zu meinem Geburtstag, perfekt!
Und nun möchte ich den Moment nutzen und euch erzählen, warum ich ein Buch kaufe, auf das ich  5 Monate warten muss.
Weil es sein muss! Weil ich es kaum noch erwarten kann, das neue Buch meiner Lieblings Urban-Fantasy Reihe zu lesen.

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Teil 11
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Teil 13

Erschöpft lehnt Frek an den steilen Wänden des Passes. Fabales hatte ihnen kaum Pausen gegönnt. Seit Tagen irren sie in den Schluchten des Gebirges herum. 

Der Weltenbaum existiert. Verbissen beharrt Fabales darauf, dass sein Traum der Beweis dafür ist, dass Shania nicht tot ist. Sicher gehörte der dunkle Magier zu denen, die Vallaria erschaffen und versklavt hatten. Bei dem Gedanken an Vallarias unsicheren Schicksal verspürt er einen Stich. Doch er muss sich jetzt erst um Shania kümmern.

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Teil 10
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Teil 12


Als am nächsten Morgen die Sonne aufgeht, steht Frek auf der Terrasse der Akademie und starrt gedankenverloren auf die hoch aufragenden Berge des Himmelsgebirges.

Er bemerkt den Älteren erst, als dieser eine Hand auf seine Schulter legt. „Guten Morgen Frederick.
Ich habe mit dem Dekan gesprochen und wenn du möchtest, kannst du noch heute deine Magisterprüfung ablegen.“

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Das Buch „Brudermord“, aus der Eiswolf-Saga von Holger Weinbach, habe ich schon vor einiger Zeit gelesen. Nun da der 2. Teil endlich im Handel ist, kann ich es euch guten Gewissens empfehlen. Warum erst jetzt?

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Teil 9
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Teil 11


Fabales erkennt die düstere Umgebung sofort wieder. Suchend blickt er sich um.

„Fabales, endlich, ich dachte, ich würde es nicht schaffen.“, erleichtert wirft sich die fremdartige Frau in seine Arme und haucht dann ihm schüchtern einen Kuss auf die Wange.

„Das du was nicht schaffen würdest?“

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