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Ich wollte dein Gehen verschlafen,
wollte mich im Bett verkriechen, die Decke über den Kopf ziehen, die Augen fest zusammenkneifen
und hoffen, wenn ich sie wieder aufmache, bist du weg.

Aber da war diese eine Zeile aus einem Lied, die mir nicht aus dem Kopf ging, die mich nicht schlafen ließ.

„December never felt so wrong“

Aber ich will nicht ungerecht sein.
Wir haben zusammen eine Menge geschafft.

Wir haben eine Menge Neujahrswünsche erfüllt.
Alle mit einen Mal, denn mit dem Rauchen aufhören, wollte ich schon oft. Dieses Jahr haben wir es geschafft.
Und Sport, meine Güte so viel Sport. Aber es hat Spaß gemacht.

Trotzdem, die verschleppte Bronchitis mit den viele Wochen im Fieber und dem Krankenhaus, das hätte nicht sein müssen. Du solltest doch auf mich aufpassen. Das hat mich ganz aus dem Tritt gebracht.

Ich will neu anfangen. Morgen ist der beste Tag dafür.

Tschüß und …

HURZ!
meine Lieben, rutscht gut durch
eure Wortsplitter
wortsplitter

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„Das Überwinden von Grenzen öffnet Türen in uns, durch die Stück für Stück das Fremde sickert, um ein Teil von uns zu werden.“

Gernot Wolfram – Samuels ReiseGernot Wolfram
Samuels Reise
208 Seiten
Februar 2005
DVA
ISBN 978-3421058317



Ein Mann und ein Junge, die nichts verbindet als die Liebe zu einer Frau. Distanziert betrachten sie einander und werden, nicht ganz freiwillig, auf eine gemeinsame Reise geschickt. Es ist schwer für die beiden eigenwilligen Charaktere miteinander umzugehen. Der in sich gekehrte Übersetzer wird aus den Routinen seines Leben heraus gerissen und soll den Sohn seiner Freundin Anna nach Krakau begleiten. Samuel soll dort seinen Lieblingsschriftsteller treffen. Doch die Reise läuft von Anfang an nicht wie geplant. Der Junge stellt sich als ausgesprochen widerspenstig heraus und scheint fest entschlossen den überflüssigen Begleiter zu ignorieren. Immer wieder geht er eigene Wege.

Dann stellt sich die Begegnung mit dem bewunderten Schriftsteller als Täuschung heraus und der Junge verschwindet.

Die Suche nach Samuel schickt den Erzähler auf eine neue Reise, die ihn diesmal über die eigenen Grenzen gehen lassen.

Nähe und Distanz sind die Themen, um welche die Geschichte kreist. Wobei für mich mehr die Distanz als die Nähe spürbar ist, vielleicht weil der Erzähler sich seinen Abstand erhält, z.B durch seine Namenlosigkeit. Und es wirkt, als hätte er selbst nicht viel Interesse an anderen Menschen. Erst die selbstbewusste Lidia weckt seine Neugierde. Ich glaube, es ist ihre Unabhängigkeit, die angenehme, natürliche Distanz, die sein Wunsch nach Nähe weckt.

Dabei wird durch unterschiedliche Situationen der Einfluss von Wahrheit und Täuschung auf emotionale Nähe bzw. Distanz beleuchtet.
Kann man sich selbst gegenüber nur wahrhaftig sein, wenn man, zB. durch geografische Distanz, Abstand zu sich selbst hat?
Kann Nähe wahrhaftig sein, wenn sie aus Täuschung geboren ist?

Der Autor Gernot Wolfram arbeitet mit diesen Fragen auf verschiedenen Ebenen und mit einer Sprache, die mich an moderne Klavierstücke erinnert, nicht immer melodisch, aber kunstvoll und klingend.

Für mich bleibt Samuel in der gesamten Geschichte der interessantere Charakter. Doch leider erfahre ich nicht viel über über ihn, denn wir bleiben immer beim Erzähler, der mir aber durch seine Zaghaftigkeit und seine egoistische Passivität so gar nicht sympathisch wird.

„Samuels Reise“ ist eine Reise, die viel verändert, jedoch leider nicht mich.

There was this moment in reading (S.279) when all was perfect sadly I really start crying. Not this noisy moisty sort of crying but silent little wet drops running down my check. I stopped reading the book cause i don’t want this moment go away. I want to dwell in this sadness a while longer, crying for Gus and Hazel and a friend I’ve lost.


Diese Rezension ist eine sehr persönliche, denn das Buch „The Fault in Our Stars“ (TFiOS) von John Green ist auf verschiedene Weise ein persönliches Buch für mich.

Die Youtuber unter euch verstehen vielleicht, wenn ich sagen, dass ich John Green kenne, auch wenn es wohl eine sehr einseitige Bekanntschaft ist. Seit 2007 bloggen John und sein Bruder Hank unter dem Namen Vlogbrothers auf ihrem Youtube Channel. Ich habe mit John zusammen den „Happy Dance“ getanzt, seinen Sohn größer werden sehen, mit ihm zusammen „The Great Gatsby“ gelesen.

Und dann ist da Esther († 25. August 2010)

Ihr widmet John Green sein Buch und auch wenn er betont, dass Hazel nicht Esther ist, kann ich jedoch lesen, wie sehr sie ihn inspiriert. Auch Esther habe ich per Youtube gekannt und meine Trauer über ihren Tod war nicht digital.

Vielleicht weil sie mir auf eindringliche Art eine Erinnerung an eine Freundin zurückgebracht hat, die über die Jahre zwar nicht verschollen war, aber geschliffen wurde. Eine schmerzliche Erinnerung, welche die vielen Jahre die schneidenden Ecken und Kanten genommen hatten.

Mich führt John Greens Buch also nicht nur in eine Welt voll von poetischen Worten, witzigen Dialogen und cleveren Aphorismen, sondern auch in meine eigene Vergangenheit. Verzeiht mir also, wenn ich ein bisschen sentimental werden sollte.

*

Hazel ist 16 Jahre alt und hat Krebs, Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge und ihr geht es nach eigener Aussage „okay“. So ok das Leben sein kann, wenn man 2 Jahre über seinen prognostizierten Tod hinaus lebt. In einer Selbsthilfegruppe für Tumorkranke trifft sie Augustus, genannt Gus, einen 17-Jährigen, der aufgrund eines Knochentumors sein rechtes Bein verlor.
Beide sind fasziniert voneinander. Gus bewundert Hazels schnippische Cleverness und Hazel… Hazel wird von seiner stürmischen Bewunderung, seiner lebensbejahenden Coolness mitgerissen zurück ins Leben. Außerhalb ihrer Tumor beschatteten Welt gibt es Videospiele und Musik, es gibt Amsterdam, Lachen, Blütenschnee, Champagner, Autofahren, Heldenmut und Gus.

*

„The Fault in Our Stars“ ist eine Liebesgeschichte, ist eine Krebsgeschichte, ist eine philosophische Reise. Wenn man über Jugendliche schreibt, die an Krebs sterben, ist es schwer nicht pathetisch zu werden, aber John Green schafft es. Er findet Worte, die manchmal ganz wundervoll poetisch sind, die der Traurigkeit eine Schönheit schenken, indem sie den Mut und die Stärke betonen, nicht die erdrückende Schwere.
Er hat ein Talent für Charakterzeichnungen, auch wenn sie alle manchmal nach dem John klingen, den ich aus den Videos kenne.
Doch ich bin schon zu verzaubert von der Sprache, als dass mich das stört. Ich bin kein großer Zitatesammler, aber dieses Buch bietet einen Schatz an Sätzen, die mich berührten.

Dieses Jugendbuch ist nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden der intelligente Bücher mag. Ich schwärme schon seit den ersten Seiten und kann es natürlich auch Euch nur wärmstens ans Herz legen.

Es ist bemerkenswert was man erreichen kann mit Charisma und Liebenswürdigkeit. John Green, zusammen mit seinem Bruder Hank, nutzt die Popularität „to decrease WorldSuck“.

Project for Awesome

Don’t Forget To Be Awesome!

Diese letzte Nacht…

31. Dez 2011

In der letzten Nacht, die noch ganz dir gehört, verabschiede ich mich von dir in aller Stille.

Auch wenn es so wirkt, als hätte sich nichts verändert, trage ich deine Spuren doch in mir. Die Entscheidungen, zu denen du mich gezwungen hast, werden mich begleiten, in das kommende Jahr und die darauf folgenden.

Du warst mir ein gleichwertiger Gegner, denn mit dir war ich tapfer.

Du warst mir eine Herausforderung, denn mit dir war ich stark.

Du warst mir ein Freund, denn mit dir war ich glücklich.

Ich werde dich nicht aufhalten, mein alter Freund. Du musst gehen, ich weiß. Und morgen werde ich mit buntem Salut den Himmel bemalen und dir ein letztes Lachen schenken. Ich werde nicht den Abschied betrauern, sondern feiern, dass ich die Zeit mit dir genutzt habe.

Leb wohl, mein Freund, du warst ein gutes Jahr, Danke 2011.

Frohes Neues Jahr 2012
wünscht
eure  Wortsplitter

*

Wir müssen reden …

31. Dez 2010

wir müssen redenNun gut, wie sage ich es am besten?

Das mit uns … war nie leicht. Von Anfang an gab es Probleme und Ärger. Ich habe mir die Haare gerauft und geweint, habe geflucht, geschrien.

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Es ist gar nicht so einfach, ein Buch zu lesen, in dem es nur die wörtliche Rede gibt.
Als läge man im Koma und kann nur hören, was um einen herum passiert. Alles ist so präsent, weil alle anderen Sinne ausgeschaltet sind und nur noch der eine Sinn, der mit dem man die Worte wahr nimmt, ausgebildet, ja verschärft ist.
Ohne die Pausen von Zwischenteilen, Erzählungen und ungefährlichen Beschreibungen schreibt sich, so scheint es mir, alles irgendwann in GROSSBUCHSTABEN. Die Stimme des Autor wird zum Schreien, direkt in meinem Kopf.Hotschnig - Leonardos Hände

Nach der Fahrerflucht treibt es Kurt immer wieder zum einzig Überlebenden des Unfalls. Anna liegt im Koma und in seiner Fantasie malt er sich Gespräche mit ihr aus. Versucht seine Schuldgefühl zu bewältigen.

„Ich bin noch nicht tot, Kurt, auch wenn du dich bis jetzt nicht um mich gekümmert hast. Gekümmert hast du dich, ja, in deinem Kopf. Nicht um mich. Nur um dich. Bis jetzt hast du dich nur um dich gekümmert, um deine lächerliche Angst vor dir selber und um dich selbst.“

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Für alle die nicht gern am Bildschirm lesen, habe ich hier eine PDF zum Download

Die Stadt war in Vergessenheit geraten. Durch die leeren Straßen fegt ein warmer Wind, der die Stimmen der Vergangenheit vor sich her treibt. Die Verzweifelten, die bis zu Letzt in den verrottenden Mauern der Häuser ausgehalten hatten, verhungerten oder wurden getötet.

Die Luft ist dunkel, als wäre der Nachthimmel herabgestiegen, um die Stadt vor sich selbst zu verbergen. Hin und wieder hört man das leise Klingen von Ketten, die aneinander schlagen.

Danya kann nicht glauben, was sie sieht. Wo einmal das rege Treiben der Bewohner war, herrscht nun trostlose Stille.

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Abschied

03. Feb 2010

>>Liebster, was bist du so traurig? Uns war beiden klar, dass einer von uns zuerst gehen wird. Du warst immer der stärkere von uns beiden. Du wirst auch auch ohne mich klar kommen.<<
Ein Beben geht durch den Körper des alten Manns, der einsam an einem offenen Grab steht.
Seine sonst so aufrechte Gestalt ist müde zusammengesunken und die Schultern hängen herab. Die kleine Lichtung ist völlig leer. Nur zwei hochgewachsene Kiefern leisten ihm in dieser Einsamkeit Gesellschaft.
>>Es schneit… sieh nur Liebster, wie schön der Schnee herab sinkt. Der erste Schnee des Jahres… Du hast es mir nie gesagt, warum es dir der liebste Tag des Jahres ist. Aber ich wusste es von Anfang an.<<
Ein kurzes Lächeln huscht über das Gesicht des Mannes. Flüchtig wie die Eisblumen im Licht des Morgengrauens, doch die Trauer übermannt ihn schnell wieder. Kraftlos schlägt er die Augen nieder und die Tränen, welche er bisher mühsam zurückgehalten hat, fließen nun unaufhaltsam. Sein Weinen ist still und Erdbeben-artig wird sein Körper wieder und wieder von Emotionen durchgeschüttelt.
>>Ja ich weiß es und aus dem selben Grund liebe auch ich den ersten Schnee. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern. Der Schnee war so leicht und ich versuchte ein paar Flocken mit dem Mund zu fangen. Ich bin gestolpert und musste mit den Armen rudern, um den Halt nicht zu verlieren. Dann bin ich direkt in deine Arme gefallen. Und ich vergesse nie, was du zu mir gesagt hast.<<
Der Witwer hebt das Gesicht in den Federschnee. Mit geschlossenen Augen spürt er, wie die Flocken auf seiner warmen Haut landen und in den Spuren seiner heißen Tränen schmelzen.
>>Ich werde mich in dich verlieben.>> murmelt der Mann in den wispernden Wind.
>>Ja, das hattest du gesagt. Von deinem schelmischen Grinsen sind mir die Knie ganz weich geworden. Wenn du mich nicht gehalten hättest, wäre ich in den Schnee gefallen.<<
Der alte Mann holt ein weißes Taschentuch hervor und wischt sich über das blasse Gesicht. Dunkle Schatten liegen unter seinen Augen. Aus der anderen Manteltasche nimmt er eine Blüte. Eine hellblaue kleine Aster.
>>Ich habe diese Geschichte wieder und wieder erzählt. Und du bist nie müde geworden mir zuzuhören. Ich werde dein Lächeln vermissen, mein Liebster.<<
Stumm starrt der Mann ins Grab. Die Hände sind zu Fäusten geballt. Die Blüte ragt daraus hervor wie ein winziges Schwert.
>>Du musst Abschied nehmen. Du kannst nicht ewig hier stehen bleiben. Wir haben schon einmal eine Zeit ohne den anderen erlebt. Du bist stark, du wirst es wieder schaffen. Wie habe ich mir die Augen nach dir ausgeweint, als du zum Studium nach Oxford gegangen bist. Auf meinem Nachttisch stand das Bild von dir vor dem Blackwell’s Bookstore und ich habe es jede Nacht vor dem Einschlafen angesehen . Aber es waren deine Worte beim Abschied, die mich aufrecht gehalten haben.<<
Ein Schluchzen hallt über die einsame Wiese, unerhört laut gegen die Stille des Tages. Nur langsam öffnet er seine Hände und lässt die Blume in das offene Grab fallen.
>>Ich werde immer bei dir sein.<< flüstert er mit gebrochener Stimme.
Zögernd dreht er sich um und geht.
>>Und ich immer bei dir, Liebster.<<

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Fingerübung
Muse Kubine:

1.Oxford 2.Geschichte 3.verlieben 4. rudern 5.Blackwell’s Bookstore