John Green – The Fault in Our Stars *****(5/5)

05. Feb 2012

There was this moment in reading (S.279) when all was perfect sadly I really start crying. Not this noisy moisty sort of crying but silent little wet drops running down my check. I stopped reading the book cause i don’t want this moment go away. I want to dwell in this sadness a while longer, crying for Gus and Hazel and a friend I’ve lost.


Diese Rezension ist eine sehr persönliche, denn das Buch „The Fault in Our Stars“ (TFiOS) von John Green ist auf verschiedene Weise ein persönliches Buch für mich.

Die Youtuber unter euch verstehen vielleicht, wenn ich sagen, dass ich John Green kenne, auch wenn es wohl eine sehr einseitige Bekanntschaft ist. Seit 2007 bloggen John und sein Bruder Hank unter dem Namen Vlogbrothers auf ihrem Youtube Channel. Ich habe mit John zusammen den „Happy Dance“ getanzt, seinen Sohn größer werden sehen, mit ihm zusammen „The Great Gatsby“ gelesen.

Und dann ist da Esther († 25. August 2010)

Ihr widmet John Green sein Buch und auch wenn er betont, dass Hazel nicht Esther ist, kann ich jedoch lesen, wie sehr sie ihn inspiriert. Auch Esther habe ich per Youtube gekannt und meine Trauer über ihren Tod war nicht digital.

Vielleicht weil sie mir auf eindringliche Art eine Erinnerung an eine Freundin zurückgebracht hat, die über die Jahre zwar nicht verschollen war, aber geschliffen wurde. Eine schmerzliche Erinnerung, welche die vielen Jahre die schneidenden Ecken und Kanten genommen hatten.

Mich führt John Greens Buch also nicht nur in eine Welt voll von poetischen Worten, witzigen Dialogen und cleveren Aphorismen, sondern auch in meine eigene Vergangenheit. Verzeiht mir also, wenn ich ein bisschen sentimental werden sollte.

*

Hazel ist 16 Jahre alt und hat Krebs, Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge und ihr geht es nach eigener Aussage „okay“. So ok das Leben sein kann, wenn man 2 Jahre über seinen prognostizierten Tod hinaus lebt. In einer Selbsthilfegruppe für Tumorkranke trifft sie Augustus, genannt Gus, einen 17-Jährigen, der aufgrund eines Knochentumors sein rechtes Bein verlor.
Beide sind fasziniert voneinander. Gus bewundert Hazels schnippische Cleverness und Hazel… Hazel wird von seiner stürmischen Bewunderung, seiner lebensbejahenden Coolness mitgerissen zurück ins Leben. Außerhalb ihrer Tumor beschatteten Welt gibt es Videospiele und Musik, es gibt Amsterdam, Lachen, Blütenschnee, Champagner, Autofahren, Heldenmut und Gus.

*

„The Fault in Our Stars“ ist eine Liebesgeschichte, ist eine Krebsgeschichte, ist eine philosophische Reise. Wenn man über Jugendliche schreibt, die an Krebs sterben, ist es schwer nicht pathetisch zu werden, aber John Green schafft es. Er findet Worte, die manchmal ganz wundervoll poetisch sind, die der Traurigkeit eine Schönheit schenken, indem sie den Mut und die Stärke betonen, nicht die erdrückende Schwere.
Er hat ein Talent für Charakterzeichnungen, auch wenn sie alle manchmal nach dem John klingen, den ich aus den Videos kenne.
Doch ich bin schon zu verzaubert von der Sprache, als dass mich das stört. Ich bin kein großer Zitatesammler, aber dieses Buch bietet einen Schatz an Sätzen, die mich berührten.

Dieses Jugendbuch ist nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden der intelligente Bücher mag. Ich schwärme schon seit den ersten Seiten und kann es natürlich auch Euch nur wärmstens ans Herz legen.

Es ist bemerkenswert was man erreichen kann mit Charisma und Liebenswürdigkeit. John Green, zusammen mit seinem Bruder Hank, nutzt die Popularität „to decrease WorldSuck“.

Project for Awesome

Don’t Forget To Be Awesome!

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6 Responses to “John Green – The Fault in Our Stars *****(5/5)”

  1. Alex Says:

    Tolle Rezension!!
    Ich erkenne vieles von dem, was du hier geschrieben hast wieder.
    DFTBA

  2. Thomas Says:

    Es sind doch gerade die persönlichen Buchbesprechungen, die berühren und weitaus mehr sagen, als das, was uns gewöhnlich geboten wird. Du bist regelrecht in die Lektüre eingetaucht und nicht an der Oberfläche herumgepaddelt. Das allein zählt!

    • wortsplitter Says:

      Ich mag es nicht so, wenn die Rezension mehr den Lesenden als das Buch in den Mittelpunkt stellt. 🙂 Natürlich ist die Besprechung immer subjektiv und hier auf dem Blog gibt es viele Beispiele dafür, aber das hier ist kein Tagebuch. Nur, diesmal ging das Buch mehr als nur unter die Haut und um zu erklären warum das so war, musste ich mehr von mir preisgeben, als ich das gewöhnlich in diesem Blog tue.

      • Thomas Says:

        Oh, jetzt habe ich mich von deinen sehr persönlichen Zeilen ispirieren lassen, eine ebensolche Rezension zu schreiben. Bin mit „Atheist“ durch und lasse neben der Buchbesprechung auch (mal wieder) ordentlich die Hosen runter. Sogar meine komplette persönliche Weltanschauung (die sich relativ kurz gestaltet) ist darin enthalten …

        Ich finde es generell sehr erbaulich, wenn persönliche Dinge des Lesers mit einfließen. Das ist lebendiges, bewußtes Lesen und ein kreatives Weitergeben von Inhalten. Es gibt zu wenig davon …

        • wortsplitter Says:

          Jetzt bin ich neugierig auf deine Rezenion.
          Ich mag es auch, wenn man merkt, dass ein Buch auf eine besondere berührt, wenn die Rezension mehr ist, als der Klappentext und die Bemerkung über einen flüssigen Sprachstil. Solange es Buchbezogen ist, les ich gern, welche Auswirkungen ein Buch auf die Person und dessen Gedanken hat, aber es gibt Grenzen. So hatte die erste Version meiner Rezenion einen nicht ganz so kurzen Absatz über meine verstorbene Freundin und die Erinnerungen an sie. Das fand ich dann zu viel. Das Buch ist etwas Besonders und ich möchte nicht, dass nach der Rezension mit nur meine Geschichte und Mitleid hängen bleibt.

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