nacht für nacht

05. Mrz 2012

himmelstrunken
stehe ich
im Firmament
ewiglich
den Blick versunken

bodenschwer
stehe ich
verwachsen
ewiglich
im Efeu Meer

*

Nacht für Nacht
für Nacht für
Nacht

*

das Mondlicht verwehrt
von Wolken beschwert
mein Blick unverwandt
in Erinnerung gebannt

sehe ich
ewiglich
meinen Stern

*

inspiriert von einem Foto von Sarolta Bán
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There was this moment in reading (S.279) when all was perfect sadly I really start crying. Not this noisy moisty sort of crying but silent little wet drops running down my check. I stopped reading the book cause i don’t want this moment go away. I want to dwell in this sadness a while longer, crying for Gus and Hazel and a friend I’ve lost.


Diese Rezension ist eine sehr persönliche, denn das Buch „The Fault in Our Stars“ (TFiOS) von John Green ist auf verschiedene Weise ein persönliches Buch für mich.

Die Youtuber unter euch verstehen vielleicht, wenn ich sagen, dass ich John Green kenne, auch wenn es wohl eine sehr einseitige Bekanntschaft ist. Seit 2007 bloggen John und sein Bruder Hank unter dem Namen Vlogbrothers auf ihrem Youtube Channel. Ich habe mit John zusammen den „Happy Dance“ getanzt, seinen Sohn größer werden sehen, mit ihm zusammen „The Great Gatsby“ gelesen.

Und dann ist da Esther († 25. August 2010)

Ihr widmet John Green sein Buch und auch wenn er betont, dass Hazel nicht Esther ist, kann ich jedoch lesen, wie sehr sie ihn inspiriert. Auch Esther habe ich per Youtube gekannt und meine Trauer über ihren Tod war nicht digital.

Vielleicht weil sie mir auf eindringliche Art eine Erinnerung an eine Freundin zurückgebracht hat, die über die Jahre zwar nicht verschollen war, aber geschliffen wurde. Eine schmerzliche Erinnerung, welche die vielen Jahre die schneidenden Ecken und Kanten genommen hatten.

Mich führt John Greens Buch also nicht nur in eine Welt voll von poetischen Worten, witzigen Dialogen und cleveren Aphorismen, sondern auch in meine eigene Vergangenheit. Verzeiht mir also, wenn ich ein bisschen sentimental werden sollte.

*

Hazel ist 16 Jahre alt und hat Krebs, Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge und ihr geht es nach eigener Aussage „okay“. So ok das Leben sein kann, wenn man 2 Jahre über seinen prognostizierten Tod hinaus lebt. In einer Selbsthilfegruppe für Tumorkranke trifft sie Augustus, genannt Gus, einen 17-Jährigen, der aufgrund eines Knochentumors sein rechtes Bein verlor.
Beide sind fasziniert voneinander. Gus bewundert Hazels schnippische Cleverness und Hazel… Hazel wird von seiner stürmischen Bewunderung, seiner lebensbejahenden Coolness mitgerissen zurück ins Leben. Außerhalb ihrer Tumor beschatteten Welt gibt es Videospiele und Musik, es gibt Amsterdam, Lachen, Blütenschnee, Champagner, Autofahren, Heldenmut und Gus.

*

„The Fault in Our Stars“ ist eine Liebesgeschichte, ist eine Krebsgeschichte, ist eine philosophische Reise. Wenn man über Jugendliche schreibt, die an Krebs sterben, ist es schwer nicht pathetisch zu werden, aber John Green schafft es. Er findet Worte, die manchmal ganz wundervoll poetisch sind, die der Traurigkeit eine Schönheit schenken, indem sie den Mut und die Stärke betonen, nicht die erdrückende Schwere.
Er hat ein Talent für Charakterzeichnungen, auch wenn sie alle manchmal nach dem John klingen, den ich aus den Videos kenne.
Doch ich bin schon zu verzaubert von der Sprache, als dass mich das stört. Ich bin kein großer Zitatesammler, aber dieses Buch bietet einen Schatz an Sätzen, die mich berührten.

Dieses Jugendbuch ist nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden der intelligente Bücher mag. Ich schwärme schon seit den ersten Seiten und kann es natürlich auch Euch nur wärmstens ans Herz legen.

Es ist bemerkenswert was man erreichen kann mit Charisma und Liebenswürdigkeit. John Green, zusammen mit seinem Bruder Hank, nutzt die Popularität „to decrease WorldSuck“.

Project for Awesome

Don’t Forget To Be Awesome!

ein frohes Jahr 2011

25. Dez 2010

ein frohes Jahr 2011

In der stillen Weihnachtsnacht
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zwischen den Zeilen

09. Nov 2010

Leuchtende Zwillingssterne bewachen meinen Schlaf und

in gemeinsamen Nächten wärmt wohlige Glut klirrend kalte Zehen

es ist ein Duett, wenn wir schnarchen, du der Bass, ich Sopran

bin oft gestolpert, doch an deiner Hand nie gefallen,

etliche Male stritten wir, bis uns das Lachen aus den Augen tropfte.

10. Hochzeitstag

 

es gibt so vieles, was mir Angst macht, nicht aber dich zu lieben

Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag mein Schatz.

Oder 

Danke Mutti!

Für alle die nicht gern am Bildschirm lesen, habe ich hier eine PDF zum Download

Chris hält mir einen Blumenstrauß vor die Nase und lächelt mich schüchtern an.
Die sind für dich Cordula.“ 

Offensichtlich!
Ich bekomme Blumen und er grinst? Oh…
Ich bin vorsichtig verunsichert. 

Mit einer trockenen, vollkommen unschuldigen Miene teilt er mir mit: „Wenn du dich an den Anblick der Blumen gewöhnt hast, kannst du dich in 2 Wochen ganz und gar auf meinen Antrag konzentrieren. Lass dir Zeit zum Nachdenken.“ 

Wie umsichtig von ihm. So komme ich nicht auf die Idee, aus einem Impuls heraus eine Dummheit von mir zu geben. Zum Beispiel etwas wie:
NEIN!….?“ eine eloquentere Erwiderung fällt mir spontan nicht ein. 

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Gargoyle - Andrew Davidson

Gargoyle - Andrew Davidson

6 Sterne brauche ich hier, denn sonst müssten viele meiner bisherigen Bewertungen nochmal neu gesetzt werden.

Denn „Gargoyle“ von Andrew Davidson ist ein wundervoller und kunstfertiger Quilt.

Historie trifft auf Gegenwart und Fantasy auf Religion und alles in einer unglaublichen Sprachgewaltigkeit. Latein begegnet Gossensprache und Liebesroman mischt sich mit bitterem Sarkasmus. Diese vielen Teile miteinander zu verknüpfen und zu einem flüssigen spannenden Roman zu verbinden ist genau so schwer, wie eine Figur aus Glas zu erstellen. Wenn die verschiedenen Teile bei der Verbindung nicht die passenden Temperatur haben, zersplittert ein Teil oder sie fallen irgendwann auseinander.

Andrew Davidson

Andrew Davidson

Nach einem vernichtenden Unfall, leidet ein junger Mann, der sein Geld durch Pornofilme verdiente und für Drogen wieder ausgab, an schweren bist schwersten Verbrennungen. Selbstmord scheint ihm die einfachste und logische Konsequenz aus seiner Situation. Immer wieder bekommt er Besuch von Marianne Engeln, die hier im Krankenhaus in der Psychiatrie behandelt wird. Ihre seltsamen Geschichten nehmen ihn und auch den Leser gefangen, auch wenn er sich immer wieder sagt, dass sie verrückt ist. Eine eigenwillige Liebesgeschichte beginnt, wie ich sie noch nie gelesen habe. Um so erststaunlicher ist es, dass es der erste Roman des Autoren ist.

Über allem schwebt Dante Alighieris „La Comedia“.
Die Läuterung der Hauptperson, sein eigener Weg durch die Hölle wird von Marianne Engels leiser Stimme begleitet, die ihm „La Comedia“vorliest.

Doch das wahre Highlight sind die kleinen Indizien, die im Buch verstreut sind. Da das Ende den Leser ohne Lösung zurück lässt, begebe ich mich auf eine Schnitzeljagd durch das Buch, finde hier und da Kleinigkeiten, Ungereimtheiten und wahre Begebenheiten. Genau das gefällt mir so.


alle Rechtschreibfehler, Fehler der Orthographie oder inhaltlicher Natur sind Opfergaben an Titivillus. *dämonischgrins*

Die erste Zeit war sie der Wind. Wie oft hatte sie den Menschen die Haare zerzaust und mit den Blättern gespielt. Sie streichelte das Getreide, das in goldenen Ähren auf weiten Feldern stand. Das Leben war frei und ungezwungen. Und auch wenn sie damals noch nicht in der Lage war Gedanken hervorzubringen, so war es doch wie ein Gefühl, dass etwas fehlte.

Dann verband sich ihre Seele mit einem Baum. Und was ein stolzer Baum das war. Selbst als er noch ganz jung war, strahlte er schon etwas Besonderes aus. Seine wundervollen, schneeweißen Blüten strahlten und Menschen als auch Tiere besuchten ihn oft. Den Menschen wurde der Ort an dem der Baum stand eine Stätte der Magie und so sprachen sie mit ihm und baten um Hilfe bei Ritualen, Heilungen und seinen Segen. Sie benutzen seine starken glatten Äste als Werkzeuge für Druiden und gaben sie ihren Herrschern als Insignien der Macht. Er sah viele Menschen in seinem Schatten, sie liebten, sie hassten sich und oft wurden Kriege um ihn herum ausgetragen. Er sah die Freude auf ihren Gesichtern und die Trauer und fragte sich, denn der Glaube und die Ehrfurcht der Menschen ließen sein Bewusstsein wachsen, wie sich diese Empfindungen anfühlen mochten. Als Baum war sie stark und unbeweglich, aber ihre Seele war noch zu starr um dies alles selbst fühlen zu können. Und so sah der Baum zu, wie die Menschen ihre Lieben bei ihm begruben und ihm die Neugeborenen entgegen gehielten, damit seine Blätter sie streichelten und er sie somit segnete.

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wilde Rose

06. Feb 2010

Als die Erde noch voller Bäume war und die Menschen noch in kleinen Siedlungen lebten, als es noch nach Gras und Blumen duftete, da lebte ein kleines Mädchen am Rande einer wunderschönen Wiese. Verträumt stand sie jeden Morgen auf und tanzte durch den Duft der Natur. Ihr lieben Eltern machten sich Sorgen, weil sie bald an nichts anderem mehr Interesse hatte. Sie vergaß zu essen und im Haushalt zu helfen. Da konnte die Mutter schimpfen, die Kleine tat nichts anderes mehr als tanzen und mit den Blumen sprechen.

Bald schon verbrachte die Kleine mehr Zeit auf der Wiese und lauschten den geheimen Klängen, die nur sie hören konnte. Das Wachsen des Grases, das Spielen des Windes und glockenhelle Lachen der Blüten. Dies waren ihre Freunde und ihre Eltern waren vergessen. Sie verbrachte auch die Nächte auf der Wiese und dies wurde ihren Eltern bald unheimlich. Wütend über das seltsame Verhalten seiner Tochter stürzte der Vater hinaus auf die Wiese, packte sich die Kleine und sperrte sie in den Keller.

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