Klaus Merz – Am Fuß des Kamels **(2/5)

11. Aug 2010

23 Kurzgeschichten, die mich etwas ratlos zurück gelassen haben.

Klaus Merz – Am Fuß des Kamels

Einige der Geschichte sind etwas Besonderes und berühren mich auf eine sanfte, tiefe Weise.
Die Prosaminiatur „Fährdienst“ ist eine emotionale Reise dreier Menschen. Während es für Juhani die letzte und einsamste Reise sein wird, versucht Leila mit Anselm zusammen vor diesem Abschied zu flüchten. Doch trotz der Zweisamkeit sind die beiden allein auf der ihrer Reise, bis sie, jeder für sich, an einen Ort kommen, wo sie zusammen sind, jeder auf seine Weise.

Die meisten dieser wirklich kurzen Kurzgeschichten jedoch sind völlig unverständlich und fliegen über mich hinweg ohne einen Hall in mir zu hinterlassen.

Vielleicht liegt das auch an der engen regionalen Bindung zur ländlichen Schweiz. Die Texte sind in hochdeutsch, aber Orte, gewisse Handlungen, Namen und einige Worte sind mir fremd.

Die Sprache ist minimalistisch und dadurch punktiert in ihrer Funktion. Es sind Szenen aus dem Alltag, denen etwas Neues, Surreales hinzugefügt wird, damit sich sich neu erfinden und den Leser durch diese überraschenden Einblicke berühren, zum Nachdenken anregen. Dies ist Klaus Merz bei mir allerdings nicht immer gelungen. Hilflos bewegte ich mich durch die Leben der Figuren ohne zu begreifen, was ich sehen soll, was ich verpasste.

Intelligente Geschichten für die Liebhaber der Kürzestgeschichten und dem Schweizer Landleben.

Für das Rezensionsexemplar danke ich Klaus Merz und dem Haymon Verlag.
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2 Responses to “Klaus Merz – Am Fuß des Kamels **(2/5)”

  1. Thomas Says:

    Oha, du traust dich was. Bravo! Die Negativ-Rezi macht mich dennoch neugierig. Obwohl … ich habe einen ähnlichen Brocken bekommen – da verstehe ich fast gar nichts. Bin allerdings am Überlegen, ob ich in der Rezi mit in etwa den gleichen Waffen zurückschlagen soll. Wäre doch mal etwas Neues …

    • wortsplitter Says:

      ich hab lange drüber nachgedacht, wie ich meine Probleme mit diesem Buch beschreiben soll. Klaus Merz Schreibstil ist wirklich etwas besonderes und die Geschichten, für die ich einen Zugang gefunden habe, waren wirklich sehr gut und konnten mit wenig viel in mir bewegen. Nur waren es wirklich sehr wenige. Trotzdem spreche ich dem Buch natürlich seine Qualität allg. nicht ab, man kann es nicht mit Büchern vergleichen, die mich mit ihrer gleichgültigkeit wirklich wütend machen. Daher war es sehr schwer und ich hoffe, ich konnte den Unterschied in meiner Rezi klar machen, es soll nicht einfach nur ein Verriss sein, nur weil es nur 2 Sterne sind.

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